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© 1997
Oliver Baumann •
Ermenegildo Bidese
Prèchtet dar Güllane Ekkelsturtzo:
Der Aurora-Salamander spricht:
Parla la Salamandra dorata:
Liibate laüte, khennat-ar-mich?

Ich pin dar Güllane Ekkelsturtzo und ich hèrbighe in Komàun von Sleeghe.

Gadénkhet bool: in Komàun von Sleeghe anlòan, und in khòaz andarz tòal dar bèlte! Hia leeb-ich in alle de bèllar un taaldar afan nòrt un zommòrgande vomm Èssen-Taale:

Sperbar-Taal, Biisen-Taal, Rèmaloch-Taal, Ekken-Balt, Tòoten-Eben-Taal, Raut-Taal, Lèrche-Laita, Rèndola-Taal, Köbele-Balt, Kheesara Meàtta, Ghèlmar-Taal, Zebio, Nos-Taal

Hèmmest saint-sa schöön mèeror dan an miliuun jaar, sodar benne ich han nemmèar gasécht in main vraünt, in Sbartzen Ekkelsturtzen. Diisar hat vorlóart d ünzarn schöön güllan plètzen fan rukken, und hèmmest iss-ar gavèrbet allar sbartz. Ar leebet schiar vorambràll in d Alpen, badar nèt hia kan üzàndarn in de Hòoghe Ebane dar Siban Komàüne.

Dorveelt-ach nèt: Ich pin nèt dar Bindate Ekkelsturtzo, an abetz-mann ambràlle, ma hèrbighet èar òch aufar hia in de Siban Pèrghe. Diisar is nèt dar main neganorste vraünt. Ar ist-mar viil vrömador dan dar Sbartze Ekkelsturtzo, an baarar pèrgar sobìa ich òch.

Ja, z ist an kaif langa zait, az-ich leebe aufar hia, z leste gavéntzarach vomm alten stamme; èzzanten khèvare, börme, spinnare, korgnööle.
Benne riivet dar hèrbest-maanont, ich vorpòrghe mich und stea logaart vor allen in bintar, slaafanten fintz höövet aan dar mòajo. Òona bòtta anlòan indarzàlt von zbòa òdar drai jaarn, d ünzarn baibar leghent at-tar bèlte an khint.

In daü langa zait, ba ich leebe aufar hia, is-ta gabeest hòrtan allez galàich in alle de jaar. Badar denne, schiar zbòa tausinkh jaar èersinkh, is khènt aufar hia in d ünzarn pèrghe an sèltzana laüte, viil khriigare von Longobàrden, ba habent gahàkhet abar an tòal von ünzarn bèllarn, machanten kampìgol un pèskoldar und aisen und èkhare und haüsar un beeghe òch.

Z iar gaprècht is ganaamet "zimbrisch", z eltorste und höögorste von allen taützen gaprèchtarn, und se habent-z ganützet un gahüütet vor mèeror dan tausinkh jaar. Badar denne, darnaach me gròozen und urran khriighe von 1915-18, dornìchtet schiar alla de Hòoghe Ebane, habant-sa laise laise galàzzet zo nützan-z, und umme-naach me jaare 2000 saint-ta nòch gabeest mintzikh laüte anlòan, ba habent gamöcht prèchtan daü schööne und edalne zunga; z leste gavéntzarach vomm alten stamme - bittana schante !

Badar nòch andare dinkh òch saint-ta gaschéghet i daü zait:

Im-me jaare 1978, dar Hèere Prof. Trevisàn von dar Hòoghen Schuule ka Mòdena met-tar sain fameejen und met-ten sain khsellen hat-mich gadékhet abe im-me Tòoten-Eben-Taale. Saü habent gatöötet zbölve von ünzarn khsellen, und òan von üzàndarn, an gròozen und stèrchen mann, habant-sa gajùkhet inn in an bòtza prampen, und sain laichez im-me prampen habant-sa galét inn in musèen von Firènze, vor "holotypus" met-teme nümmarn 13456. Un denne dar Hèere Prof. Trevisàn hat-üz ghèt an naamen in latàin:

Salamandra atra aurorae.

(In daü zait, dar Sbartze Ekkelsturtzo ist scha gabeest ganaamet Salamandra atra atra, un dar Bindate Ekkelsturtzo Salamandra salamandra.)

Oh maine liibaten laüte, ar möghet nèt klooban, baz is-ta gaschéghet, benne dar Hèere Prof. Trevisàn hat gamàchet drukhan und hat gapàndart de sain abedékhinghe:
Von ambràll in de bèlt de laüte saint khènt aufar in Komàun von Sleeghe zoa-zo snappan d ünzarn khselle un töötan-se abe òdar spèrran-se inn in an khlòaz gahèltle, fintz-az-se sterban laise in de haüsar dar laüte !

Und von hòoghen schuuln is-ta khènt antì-an mann vom-me viigar-gabìzzeche und hat gahàkhet abar an zaicha von vüüzen dar ünzarn khselle, zoa-zo süüchan auz ünzar gaplüüt, un zo segan, beele sainan d ünzarn neganorsten vraünte.
Denne, fan takh 11 vom-me mòajen im-me jaare 2007, an khsell von maindarn vom-me Sperbar-Taale hat gamàchet an sbèmpalle auz von hòome, übar de zaüne vomm alten Austriche orch in d Hòoghe Ebane me Bisalen, fintz in-z Postle-Taal.
Denórch habant-en gasécht zbeen viigar-bizzare von Niidarn Lèntarn, un denne habant-sa gamàchet drukhan de naüjekhot, az bandare leeban auzonthiin vom-me Komàune von Sleeghe òch. Un nòch eppasen andarast is gaschéghet in daü zait:
Viil-dar bèllar, ba ich hèrbighe, saint khènt gahàkhet abar, und asò d èerda is dordèrret au von dar trükhane; bar haban nemmèar gamöcht leeban in dii saiten, und von dèmme òch saint-ta bolàibet khauma mintzikh dar ünzarn.
Ja, z is gabeest an kaif pöösa bèlt, und ich pin allar gafròant, az hèmmest is gapézzart:

Hèmmest, im-me jaare 2500, khèmma-bar nimmarmèar gasnàppet von laüten, ambrùmme se saint gant sinnat, un gavàllant-en ambìdar de alten bèllar met puuchen, tannen und vaüchten, und met-ten Güllan Ekkelsturtzen.

Und hèmmest von naüjame prèchtant-sa z alte zimbar-gaprècht, ambìa se saint baare und edalne zimbarn, z leste gavéntzarach vomm alten stamme.
Un biar sainan baare und edalne Güllane Ekkelsturtzen, z leste gavéntzarach vomm alten stamme bandare òch :-)

Güllandar Ekkelsturtzo Salamandra atra aurorae
Liebe Leute, kennt ihr mich?
Ich bin der Aurora-Salamander und wohne in der „Kommune von Asiago“ (Comune di Asiago). 

Denkt daran: ausschließlich in der Kommune von Asiago und in keinem anderem Ort auf der Welt! Hier lebe ich in allen Wäldern und Tälern im Norden und im Osten das Assa-Tales: In den Tälern Valle Sparvieri, Val d´Anime, Val Rémaloch, Bosco del Dosso, Vaio del Pian del Morto, Val rotta, Costa Larici, Val Renzola, Bosco del Köbele, Casara Meàtta, Val Galmarara, Zebio, Val di Nos

Jetzt sind es schon mehr als 1 Million Jahre, dass ich meinen Verwandten, den Alpensalamander, nicht mehr gesehen habe. Dieser hat unsere schönen goldenen Flecken auf dem Rücken verloren und jetzt ist er ganz schwarz. Er lebt fast im gesamten Alpenraum, aber nicht hier bei uns auf der Hochebene der „Sieben Kommunen“ (Sette Comuni).

Passt auf: Ich bin nicht der Feuersalamander, der in der Ebene lebt, er lebt aber auch hier in den Sieben Kommunen. Er ist nicht mein nächster Verwandter, denn er ist weiter entfernt verwandt als der Alpensalamander, welcher ein richtiger „Bergfex“ ist wie ich.

Ja, schon seit so langer Zeit lebe ich hier, der letzte Überlebende eines alten Stammes; Insekten, Würmer, Spinnen und Schnecken verspeisend.

Ende September verstecke ich mich und schlafe den ganzen Winter lang bis Anfang Mai. Nur 1x alle zwei oder drei Jahre gebären unsere Weibchen ein kleines Salamanderbaby.

In der langen Zeit seit ich hier lebe, ist in den ganzen Jahren immer alles gleich geblieben. Aber dann, ungefähr vor 2000 Jahren, sind sehr viele Menschen hier in unsere Berge gekommen, viele langobardische Kämpfer, die einen Teil unserer Wälder geschlägert haben und daraus Kahlflächen, Weiden, Grünland, Äcker gemacht und auch Straßen und Häuser gebaut haben.

Ihre Sprache nennt sich Zimbrisch („Cimbro“), die älteste und hoch-deutscheste Sprache, und sie haben sie länger als 1000 Jahre benutzt und verteidigt. Aber dann, nach dem großen und schrecklichen Krieg von 1915-1918, der fast die ganze Hochebene zerstört hat, haben sie immer weniger die Sprache benutzt. Rund um das Jahr 2000, gab es lediglich sehr wenige Personen, die diese schöne und edle Sprache sprechen konnten: der letzte Rest eines antiken Stammes – wie schade!

 

Aber es sind auch noch andere Sachen in dieser Zeit geschehen:

Im Jahre 1978 hat mich Herr Prof. Trevisan von der Universität Modena gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden im „Vaio del Pian del Morto“ entdeckt. Er tötete 12 von unseren Freunden, und einen von uns, ein großes und dickes Männchen, haben sie in eine mit Alkohol gefüllte Flasche gesteckt. Seine in Alkohol eingelegte Leiche, haben sie in das Museum in Florenz gestellt, als „Holotyp“ mit der Nr. 13456. Und dann hat uns Prof. Trevisan einen lateinischen Namen gegeben:

Salamandra atra aurorae.

(Zu dieser Zeit wurde der Alpensalamander bereits Salamandra atra atra und der Feuersalamander Salamandra salamandra genannt.)

Oh, meine lieben Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, was passiert ist, als der Herr Prof. Trevisan seinen Fund veröffentlicht hat:

Von der ganzen Welt sind die Leute in die Kommune von Asiago gekommen um unsere Freunde zu holen und zu töten oder um sie in einen kleinen Behälter einzusperren, bis sie in den Häusern der Menschen starben!

Und von den Universitäten sind einige Zoologen gekommen und sie haben ein paar Zehen von den Füßen unserer Freunde abgeschnitten, um ihre Gene zu untersuchen und um zu sehen, wer unsere nächsten Verwandten sind.
Dann, am 11. Mai 2007, machte einer meiner Freunde vom Val Sparvieri einen Spaziergang über die Grenze des alten Österreich, hinten in der Hochebene von Vezzenza bis zum Val Postesina.

Dort haben ihn zwei holländische Zoologen gesehen und die Neuigkeit veröffentlicht, dass wir auch außerhalb der Kommune von Asiago leben.
Und noch etwas anderes ist in dieser Zeit geschehen: Viele Wälder, wo ich lebe, wurden abgeholzt, wodurch die Erde austrocknete. So konnten wir nicht mehr an diesen Orten leben, ein weiterer Grund warum nur mehr so wenige von uns übriggeblieben sind.

Ja, es war wahrlich eine schreckliche Welt und ich bin sehr froh, dass sie sich jetzt geändert hat:
Jetzt, im Jahre 2500, werden wir nicht mehr von den Menschen gefangen, weil sie intelligenter geworden sind und ihnen gefallen wieder die alten Buchen-, Weißtannen und Fichtenwälder mit den Aurora-Salamandern.

Und jetzt sprechen sie wieder die alte Sprache Zimbrisch, weil sie wahre und edle „Zimbren“ sind, der letzte Rest eines alten Stammes.
Und wir sind wahre und edle Aurora-Salamander, auch wir der letzte Rest eines alten Stammes

Güllander Ekkelsturtzo (Salamandra atra aurorae)
Care persone, mi conoscete ?

Io sono la Salamandra dorata e abito in comune di Asiago.

Ricordate bene: in comune di Asiago solamente, e in nessun’altra parte del mondo! Qui vivo in tutti i boschi e tutte le valli a nord e verso Est della val d’Assa: Valle Sparvieri, Val d’Anime,Val  Rèmaloch, Bosco del Dosso, Vaio del Pian del Morto, Val rotta, Costa Larici, Val  Renzola, Bosco del Köbele, Casara Meàtta, Val Galmarara, Zebio, Val di Nos.

Adesso sono già più di un milione di anni, da quando io non ho più visto il mio parente, la salamandra nera.

Questa ha perso le nostre belle pezze dorate sulla schiena e adesso è tutta nera. Lei vive quasi su tutte le Alpi,
ma non qui da noi sull’altopiano dei sette comuni.

Non sbagliatevi: Io non sono la Salamandra Pezzata, generalmente un abitante della pianura, Ma abita anche lei quassù nei sette comuni.
Questa non è il mio parente più vicino.
Mi è più distante della salamandra nera,
una vera montanara come me.

Si, è da tanto tempo che io vivo quassù,
l’ultimo relitto di un’antica stirpe:
mangiando insetti, lombrichi, ragni, lumache.
A fine di settembre  mi nascondo e rimango in letargo per tutto l’inverno,
dormendo fino agli inizi di Maggio.
Solo una volta ogni due o tre anni,
le nostre femmine mettono al mondo un piccolo.

Nel lungo periodo da quando io vivo quassù, è rimasto sempre tutto uguale per tutti gli anni. Ma poi, quasi duemila anni fa, è venuta quassù alla nostra montagna una moltitudine di persone,
molti guerrieri longobardi, che hanno tagliato  una parte dei nostri boschi,
facendo radure, pasture, pascoli, campi
e anche  case e strade.

La loro lingua si chiama “Cimbro”,
la più antica e alta di tutte le lingue tedesche, e loro l’hanno usata e difesa per più di mille anni.
Ma poi, dopo la grande e orribile guerra del 1915-18, che ha distrutto quasi tutto l’altopiano, hanno pian piano smesso di usarla, ed intorno all’anno 2000 c’erano ancora solamente poche persone
che potevano parlare quella bella e nobile lingua; l’ultimo relitto dell’antico ceppo - che peccato !

 

Però anch' altre cose ancora sono successe in quel periodo:

Nell’anno 1978, Il Sig. Prof. Trevisan  dell’università di Modena
Con la sua famiglia e con i suoi amici
Mi ha scoperta al “Vaio del Pian del Morto”. Uccisero dodici dei nostri amici,
ed uno di noi, un maschio grande e grosso, l’hanno buttato in una bottiglia riempita d’alcol, e la sua salma nell’alcol l’hanno messa nel museo di Firenze,
Per "holotypus" con il numero13456.
E poi il Sig. Prof. Trevisan ci ha dato un nome in latino:

Salamandra atra aurorae.

(A quel tempo, la salamandra nera era già chiamata Salamandra atra atra,
e la salamandra pezzata Salamandra salamandra.)

Oh mie care persone, voi non potete credere cosa c’è successo, quando il Sig. prof. Trevisan ha fatto stampare e ha diffuso la sua scoperta:
Da tutto il mondo le persone sono venute quassù in comune di Asiago per prendere i nostri amici e ucciderli
Oppure per rinchiuderli in un piccolo contenitore, fino a che non muoiono nelle case della gente!
 
E dalle università sono venuti alcuni signori di zoologia e hanno tagliato via qualche dito dei piedi dei nostri amici,
per investigare i nostri geni, e per vedere, quali siano i nostri parenti più vicini.
Poi, il giorno 11 di Maggio dell'anno 2007, uno dei miei amici della val sparvieri ha fatto una passeggiata fuori di casa, al di là dei confini della vecchia Austria là in fondo nell’altopiano di Vezzena, fino alla val Postesina.
Là l'hanno visto due zoologi dei Paesi bassi, e poi hanno fatto stampare la novità che noi viviamo anche al di fuori del comune di Asiago.
E ancora qualcos’altro è successo in quel periodo: Molti dei boschi, dove abito, vennero tagliati, e così la terra si è inaridita per la siccità; noi non abbiamo più potuto vivere in quei posti,
e anche per questo sono rimaste solo poche di noi.

Si, era un mondo veramente cattivo,
e io sono tutta contenta che ora è migliorato:
Adesso, nell’anno 2500, non veniamo più catturate dalle persone, perché sono diventate intelligenti, e gli piacciono di nuovo gli antichi boschi con faggi, abeti bianchi e rossi e con le Salamandre dorate.

E adesso parlano di nuovo l’antica lingua cimbra, perché loro sono veri e nobili  cimbri, l’ultimo relitto dell’antica stirpe.
E noi siamo vere e nobili salamandre dorate, anche noi l’ultimo relitto dell’ antica stirpe :-)
 
 Güllandar Ekkelsturtzo  Salamandra atra aurorae.as

Remìjo Geiser 12.2011
Übersetzung:
Prof. Dr. Robert Schwarzenbacher (Universität Salzburg)
Traduzione:
Ivan Mòsele Schròotar

Tönle Bintarn 2011: Ditzan gaschràibach hat gasnàppet in 3. gabìn

Tönle Bintarn 2011:
3. Preis

Text bei Lucio Bonato
Uni Padua

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