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© 1997
Oliver Baumann •
Ermenegildo Bidese
De zimbrische zunga in-z jaar 2000

Die zimbrische Sprache im Jahr 2000

La lingua cimbra nell'anno 2000

Ba prèchtat-sich met-tar zimbrischen zunghen
von Siban Kamàün noch haüte?
Dez voorsant-sa alle, de alten und junghen,
de billen und vrömaden laüte.

Ich han gaprèchtet in zimbrisch gaprècht
ko Rbaan und òch kan Tobàlle
met mannen un baibarn, hòach und slècht,
und han se vostànnet alle.

Ich han gaprèchtet in zimbrisch gaprècht
in beeghen und in de tabèarn.
Saü habent respùndart hörtan garècht
met fròokhot un bööle un ghèarn.

Ja, habat-ar éppadom-bòtta gahòart
von Siban Kamàün de gasénghe?
Met eesekhot vludarnt de zimbrischen boart;
saü singhent hòotar und renghe.

Und lèset de zimbrischen libarn alle,
met bööle un guutem vortraaghe.
Saint mèeront bedar ambòtta palle
gadrùkhet noch haüte pa taaghe.

Dar faff khöt de zimbrische misse, de lèntighe
un nèt anlòan de kanzüüne
an ilchez jaar am-me enghel-meentighe
vor zimbarn un zimbrische süüne.

Dez hat gaschràibet an hòogar man,
ka Sleeghe dar schuul-vüürar, nèchtan:
"In d hòoghen lèntar hööbant-sa aan
ambìdar in zimbrisch zo prèchtan."

"An ilchez gaprècht is nòchont tòat
an-d is-ta nòch òondar, ba-z prèchte."
Asò hatt-ar khöt ane hòrran lòat,
dar mòastar ko Rbaan, dar garèchte.

Von allame dèmme ségat-ar òch,
un ditzan ist sichar baar:
De zimbrische zunga leebet nòch
von naüjame tausinkh jaar!
Wo spricht man in der zimbrischen Sprache
der Sieben Gemeinden noch heute?
Das fragen sie alle, die alten und jungen,
die törichten und die fremden Leute.

Ich habe gesprochen in zimbrischer Sprache
in Roana und auch in Mezzaselva
mit Männern und Weibern, hochgestellt und schlicht,
und habe sie alle verstanden.

Ich habe gesprochen in zimbrischer Sprache
auf Wegen und in den Wirtshäusern.
Sie haben geantwortet, immer richtig,
mit Frohsinn und Wohlwollen und gern.

Ja, habt ihr irgendwann einmal gehört
von den Sieben Gemeinden die Gesänge?
Mit Leichtigkeit fliegen die zimbrischen Worte;
sie singen heiter und unbeschwert.

Und lest die zimbrischen Bücher alle,
mit Wohlwollen und gutem Betragen.
Es sind bald mehr als ehedem
gedruckt noch heutzutage

Der Priester liest die zimbrische Messe, die lebendige,
und nicht nur die Lieder,
ein jedes Jahr am Ostermontag
für Zimbern und Söhne von Zimbern.

Das hat geschrieben ein hochgestellter Mann,
in Asiago der Schuldirektor, neulich:
"Auf der Hochebene heben sie an,
wieder in Zimbrisch zu sprechen."

"Eine jede Sprache ist noch nicht tot,
wenn da noch einer ist, der sie spreche."
So hat er gesagt, ohne Mißmut zu fühlen,
der Lehrer in Roana, der rechte.

Von alledem seht ihr auch,
und dies ist sicher wahr:
Die zimbrische Sprache lebt noch
von neuem tausend Jahre!
Dove si parla la lingua cimbra
dei Sette Comuni ancora oggi?
Questo domandano tutti, gli anziani ed i giovani,
i matti ed i turisti

Ho parlato la parlata cimbra
a Roana ed anche a Mezzaselva,
con uomini e donne, alti e comuni,
ed ho capito tutti.

Ho parlato la parlata cimbra
nelle strade e nelle osterie.
Hanno risposto sempre correttamente,
con lietezza e benevolenza e volontieri.

Ma avete ascoltato una volta
le canzoni dei Sette Comuni?
Con facilità volano le parole cimbre;
cantano allegramente e leggermente.

E leggete tutti i libri cimbri,
con benevolenza e condotta buona.
Presto saranno piu che in passato,
stampati ancora oggigiorno.

Il prete dice la messa cimbra, la viva,
non solo i canti,
tutti gli anni il lunedì dell' Angelo,
per i cimbri ed i figli dei cimbri.

Questo ha scritto un uomo alto,
il preside del liceo di Asiago, recentemente:
"Sull'altopiano sta ricominciando
la lingua cimbra."

"Qualunque parlata ancora non è morta,
se c'è qualcuno ancora, che la parli."
Così ha detto, senza sentirsi afflitto,
il maestro giusto a Roana.

Da tutto ciò vedete anche,
e questo è certamente vero:
La lingua cimbra vive ancora
di nuovo mille anni!
 Remìgio Geiser
 

Das Bayerische Cimbernkuratorium hat 1997 in der Nummer 23 seiner Vereinszeitschrift "Cimbernland" auf Seite 62 erklärt, daß die zimbrische Sprache der Sieben Gemeinden ausgestorben ist. Auf Seite 10 und auf Seite 59 wird dieses Urteil indirekt noch mehrmals wiederholt. Ferner wird auf Seite 10 von der Fahrt des Kuratoriums Anfang Mai 1996 in die Sieben Gemeinden berichtet, wobei es heißt: "Am nächsten Tag konnte man in Mezzaselva von einer alten Frau cimbrische Laute hören." In Wahrheit handelte es sich um ein absolut flüssiges und grammatisch korrektes Gespräch zwischen der Schwester von Mario Martello Valent, Herrn Igino Rebeschini Fikinnar und mir. Diese Behauptungen und "Berichte" haben mich zu dem obigen Gedicht inspiriert.

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